Tempera

Die Temperaarbeiten markieren einen eigenständigen Werkkomplex, der sich deutlich von der Ölmalerei und auch vom Aquarell unterscheidet. Während diese beiden Medien stärker an Wahrnehmung und Erscheinung gebunden bleiben, eröffnet die Tempera einen Raum für Konstruktion, Verdichtung und formale Zuspitzung.
Charakteristisch ist zunächst die Materialität: Die Tempera erzeugt eine matte, geschlossene Oberfläche, in der die Farbe nicht lasierend wirkt, sondern flächig gesetzt wird. Diese Geschlossenheit führt zu einer stärkeren Konturierung der Formen. Linien gewinnen an Gewicht, oft als dunkle, teilweise fast grafische Umrisse, die die Farbflächen voneinander abgrenzen. Das Bild entsteht weniger aus dem Farbverlauf als aus dem Zusammenspiel klar definierter Zonen.
 

Bombenangriff auf Hall, 1951
Tempera auf Karton


Ohne Titel, 1953
Tempera


Ohne Titel
Tempera


Ohne Titel
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Kastanienbaum, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel
Öl Tempera Mischtechnik


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, 1954
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Blume, um 1953/54
Tempera auf Papier


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Vorfrühling, 1955
Tempera auf Papier


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel
Tempera auf Karton


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera auf Karton


Ohne Titel
Tempera auf Papier


Ohne Titel
Aquarell Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel, um 1955
Tempera und Kleister


Ohne Titel, um 1955
Tempera und Kleister


Ohne Titel, um 1955
Tempera und Kleister


Ohne Titel, um 1955
Tempera und Kleister


Ohne Titel, um 1955
Tempera und Kleister


Ohne Titel
Tempera


Gerede, um 1954
Tempera/Karton


Sonne über dem Stubai, 1952/53
Aquarell auf Papier


Nie wieder!, um 1951/52
Tempera auf Karton


Auto, ca. 1952
Tempera/Karton


Vase mit Blütenzweigen, um 1951/52
Tempera/Papier


Vase mt Blumen, 1956
Mischtechnik Tempera Lack auf Karton


Blüte, um 1953/54
Tempera


Frohnleichnams-Prozession, 1955
Tempera auf Leinwand


Sonnenuntergang im Gebirge , 1953
Tempera auf Karton


Heisser Sommertag, 1953
Tempera auf Karton


Cathédrale Notre-Dame de Chartres, 1954
Tempera auf Karton


Venedig, 1954
Tempera auf Karton


Gehende im Fensterlicht, 1952
Tempera auf Karton


Spiegel, 1955
Tempera auf Karton


Salome, 1955
Tempera auf Karton


Die Strasze, 1955
Tempera auf Karton


Selbstportrait, 1954
Tempera auf Karton


Komposition in Grün, 1954
Tempera auf Papier


Unterinntal bei Nacht, 1953/54
Tempera


Ranken 1 + 2, 1953
Tempera auf Karton


Regen 2, 1951
Tempera auf Karton


Natur III, 1954
Tempera auf Karton


Der Kreuzritter
Tempera mit Sand auf Hartfaserplatte


Der Künstler , 1953
Tempera


Komposition, 1952
Tempera


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel
Tempera Deckweiss Kratzung


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera


Ohne Titel
Tempera auf Papier


Ohne Titel
Tempera auf Papier


Ohne Titel, um 1953/54
Tempera auf Papier


Ohne Titel, 1954
Mischtechnik


Ohne Titel, um 1955
Tempera und Kleister


Ohne Titel
Tempera


Krönung Mariens, 1952/53
Tempera/Karton


Venedig, ca. 1952
Tempera/Karton


Magnolienblüte, 1954
Tempera auf Papier


Landschaft, 1954
Aquarell auf Papier

Liste der sids:
In vielen Arbeiten zeigt sich eine deutliche Tendenz zur Vereinfachung und Stilisierung. Figuren, Landschaften und Gegenstände werden reduziert, teilweise deformiert oder in rhythmische Formen überführt. Dabei entsteht eine Bildsprache, die zwischen Figuration und Abstraktion oszilliert. Motive bleiben erkennbar, werden jedoch zugleich in eine eigenständige, oft fast zeichenhafte Ordnung überführt.
Auffällig ist auch die Nähe zu fauvistischen und expressiven Tendenzen. Die Farbe löst sich weitgehend von ihrer naturalistischen Funktion und wird autonom eingesetzt: kräftige Rot-, Gelb-, Blau- und Grüntöne stehen ungebrochen nebeneinander, erzeugen Spannungen und strukturieren den Bildraum. Diese Farbigkeit wirkt nicht atmosphärisch, sondern konstruktiv – sie baut das Bild.
Gleichzeitig tritt ein starkes Interesse an Komposition hervor. Viele Arbeiten zeigen eine klare Binnenstruktur, teilweise mit geometrischen Anklängen oder rhythmischen Wiederholungen. Gerade in den abstrakten oder halb-abstrakten Bildern wird deutlich, dass hier nicht mehr das Motiv Ausgangspunkt ist, sondern die Organisation der Bildfläche selbst.
Inhaltlich öffnet sich das Werk in der Tempera ebenfalls: Neben Landschaften und Figuren treten sakrale Themen, Szenen des Alltags, aber auch deutlich abstrahierte Naturformen und symbolische Motive auf. Diese Vielfalt wirkt jedoch weniger heterogen als vielmehr durch die formale Handschrift zusammengehalten.
So erscheint die Tempera als ein experimentelles Labor innerhalb des Gesamtwerks – als ein Bereich, in dem sich der Künstler von der Bindung an das Sichtbare löst und eine eigenständige, teilweise überraschend moderne Bildsprache entwickelt. Während die Ölporträts oft einer traditionellen Auffassung verpflichtet bleiben, zeigen die Temperaarbeiten eine deutlich größere Freiheit im Umgang mit Form, Farbe und Bildstruktur.


 

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