Öl

Die über Jahrzehnte hinweg entstandenen Porträts bilden innerhalb des Œuvres ein eigenständiges Kontinuum. Sie sind weniger als abgeschlossene Werkgruppe zu verstehen denn als fortlaufende Praxis – als wiederkehrende, beinahe alltägliche Auseinandersetzung mit dem Gegenüber.
Auffällig ist zunächst die Konstanz des Motivs bei gleichzeitiger Offenheit der Ausführung. Während Format, Material und Malgrund variieren – von Leinwand über Karton bis zu Papier –, bleibt die Grundsituation stabil: eine frontal oder leicht gedrehte Büste, meist vor farbig gesetztem, oft flächig behandelten Hintergrund. Diese Reduktion schafft einen konzentrierten Bildraum, in dem sich die Aufmerksamkeit vollständig auf das Gesicht richtet.
 

Ohne Titel
Öl Tempera Mischtechnik


Ohne Titel
Öl Tempera Mischtechnik


Ohne Titel, 1974
Öl


Ohne Titel
Öl


Ohne Titel
Öl


Ohne Titel
Öl auf Hartfaserplatte


Portrait Gattin, 1958
Öl auf Karton


Ohne Titel
Öl auf Karton


Portrait F.K. jun, 1965
Öl auf Hartfaserplatte


Ohne Titel
Öl


Selbstportrait
Öl


Mutter Juliane
Öl auf Karton


Ohne Titel
Öl auf Karton


Ohne Titel
Öl auf Karton


Selbstportrait
Öl auf Sperrholz


Ohne Titel
Öl auf Karton


6. Station - Veronika reicht Jesus das Schweisstuch., 1949-50
Öl auf Pressspanplatte


Ohne Titel
Öl auf Hartfaserplatte


7. Station - Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuze., 1949-50
Öl auf Pressspanplatte


Ohne Titel, 1949-50
Öl auf Karton


Ohne Titel
Öl


Ohne Titel
Öl auf Leinwand


Ohne Titel
Öl auf Leinwand


Ohne Titel, um 1960-66
Öl


Portrait Frau Ilchmann, 1972
Öl


Portrait
Öl


Portrait Frau Prof. E.
Öl


Ohne Titel, 1979
öl auf Papier


Abend, um 1951
Öl auf Karton


Verkündigung an die Hirten, 1952/53
Öl/Karton


Nach dem Gewitter II, vor 1955
Öl/Karton


Magdalena begegnet Jesus am Ostermorgen, 1953
Öl auf Holzplatte


Mond über dem Inntal, um 1951/52
Öl/Karton


Portrait G.P., 1970
Öl auf Papier


Komposition, 1956-57
Mischtechnik Öl Lack Gips auf Holz


Portrait Gattin, 1949
Öl auf Pappkarton


Geschwister, 1954
Öl auf Leinwand


HL. 3 Könige, 1950 14.1.
Öl auf Leinwand


Christus mit Thomas, 1949
Öl auf Leinwand


Herbstliche Landschaft, 1951
Öl auf Leinwand


Kahle Landschaft, 1963
Öl auf Spanplatte


Sonnenblumen, 1956
Öl auf Karton


Landschaft, 1951
Öl auf Holzplatte


Gattin, 1955
Öl auf Karton


Selbstbildnis, 1955
Öl auf Karton


Sitzende Dame, 1956
Öl auf Karton


Jugendliches Mädchen , 1952
Öl auf Leinwand


Abendliches Gässchen in Hall, 1953-54
Öl auf Leinwand


Gelbe Abstraktion, 1962
Öl auf Spanplatte


Übern Berg, 1962
Öl auf Holzplatte


Fr. Ilchmann mit Pelzkappe, 1972
Öl auf Papier


Portrait Fr. Ilchmann, 1969
Öl auf Papier


Sonnenblumen, 1950
Öl auf Leinwand


Portrait, 1970
Öl auf Papier


Sudhaus
Öl auf Karton/Platte


Der Hahn
Öl auf Karton


Portrait
Öl


Totenkopf, 1943
Öl auf Leinwand


Sitzende, 1965
Mischtechnik Öl auf Papier Lasur

Liste der sids:
Im Unterschied zu den frühen akademischen Arbeiten löst sich die Malweise hier zunehmend von glatter Modellierung. Der Pinselstrich bleibt sichtbar, teilweise skizzenhaft, die Farbigkeit gewinnt an Eigenständigkeit. Gesichter sind nicht mehr nur aufgebaut, sondern entstehen im Malprozess selbst – als Überlagerung von Farbfeldern, Korrekturen und Verdichtungen. Dadurch verschiebt sich der Fokus: weg von der reinen physiognomischen Erfassung hin zu einer malerischen Annäherung an Präsenz.
Gerade in der Vielzahl der Porträts wird deutlich, dass es nicht um das einzelne Bild als repräsentatives Endprodukt geht, sondern um Wiederholung und Variation. Die Serienhaftigkeit – etwa in den zahlreichen Köpfen der 1970er Jahre – lässt die Porträtmalerei zu einer Form des Sehens werden, die sich im Tun schärft. Jede Arbeit reagiert auf die vorhergehende, ohne sie zu wiederholen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt auch die Lehrtätigkeit an der Volkshochschule an Bedeutung. Das Porträt erscheint hier nicht nur als künstlerisches, sondern auch als pädagogisches Feld: als Übung, als Vermittlung von Blick und Technik, als gemeinsamer Prozess. Die Nähe zu Gerda Matejka-Felden und ihrem Engagement im Aufbau der Wiener Volkshochschulkurse legt nahe, dass sich in dieser Praxis eine bestimmte Haltung fortsetzt – eine Auffassung von Malerei, die weniger auf stilistische Innovation als auf kontinuierliche Arbeit am Sehen und Darstellen zielt.
So lassen sich die Porträts als langfristige Versuchsanordnung lesen: als Raum, in dem sich Erfahrung, Routine und Experiment überlagern. Sie bilden kein geschlossenes Kapitel, sondern durchziehen das gesamte Werk – als leise, aber beharrliche Linie.


 

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