Mischtechnik

In den Mischtechniken der späten 1950er Jahre verschiebt sich Krautgassers Interesse erneut – diesmal vom Bild als Spur hin zum Bild als materieller Verdichtung. Durch die Einbeziehung von Gips, Sand und pastosen Bindemitteln entsteht eine reliefhafte Oberfläche, die die Grenze zwischen Malerei und plastischem Objekt zunehmend auflöst.
 

Ohne Titel, 1958-60
Mischtechnik Lack Öl Gips auf Platte


Ohne Titel
Mischtechnik Öl mit Gips


Salome, 1957
Mischtechnik (Lack Öl Gips) auf Spanplatte


Zwei Akte, um 1956/57
Mischtechnik Lack Gips Sand auf Platte


Komposition, 1956-57
Mischtechnik Öl Lack Gips auf Holz


Fauna
Mischtechnik Lack Aquarell auf Papier


Ohne Titel, um 1957
Mischtechnik Tuschpinsel Kreide


Ohne Titel, um 1957
Mischtechnik Tuschpinsel Kreide


Ohne Titel, um 1958
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Halbakt, 1954
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Schönheit, 1954
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Ohne Titel
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Das Bildnis, 1957
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Ohne Titel
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Ohne Titel, 1956
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Ohne Titel, um 1957
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Ohne Titel, um 1957
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Ohne Titel, um 1957
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Ohne Titel, um 1957
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Ohne Titel, um 1957
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Das Haus, um 1957
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Die Wilde, 1960
Mischtechnik Lack Kreide


In der Großstadt, 1954
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Portrait M.K., 1955
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Der Musiker
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Männlicher Akt
Mischtechnik Kohle Materialabrduck Kreide


Der Schmetterling
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Der Tempel
Mischtechnik Tuschpinsel und Kreide


Rückenakt, 1954
Mischtechnik Aquarell Kreide


Kreuzwegstation, ca. 1959
Mischtechnik Lack Sand Gips auf Platte

Liste der sids:
Die Bildfläche wird nicht mehr als neutraler Träger verstanden, sondern als Widerstand. Material wird aufgetragen, geschichtet, gebrochen und teilweise wieder freigelegt. Diese Prozesse hinterlassen eine körperhafte Topografie: Verdickungen, Risse, Einschlüsse und raue Zonen strukturieren das Bild und machen seine Herstellung sichtbar.
Motivisch bewegt sich Krautgasser weiterhin zwischen Figuration und Abstraktion – Akte, Figuren und landschaftliche Andeutungen tauchen auf, werden jedoch vom Material überformt oder fragmentiert. Die Figur erscheint nicht mehr als Linie oder Abdruck, sondern als eingebettete Form, die aus der Materialschicht hervorzutreten scheint oder in ihr versinkt.
Diese Arbeiten stehen in einem erweiterten Kontext informeller und materialorientierter Malerei der Nachkriegszeit, entwickeln jedoch eine eigene Position durch die Verbindung von körperlicher Materialität und figurativem Rest. Das Bild wird hier zu einem Ort der Verdichtung, in dem sich Geste, Stofflichkeit und Motiv untrennbar verschränken.
 

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