Materialabdruck
In den Materialabdrücken verschiebt Krautgasser die Bedingungen des Bildes grundlegend. An die Stelle von Zeichnung, malerischem Aufbau oder subtraktivem Eingriff tritt ein Verfahren des direkten Kontakts: Materialien – Pflanzen, Körperteile, Objekte – werden auf die Bildfläche übertragen und hinterlassen dort ihre Spur.[WV-Nr. 391]
Id:391
Id:391
Titel
Ohne Titel
Material / Technik
Abklatschtechnik Aquarell
Maße
ca. 57x44 cm
Signatur
Stempel
Liste der sids:
Das Bild entsteht hier nicht durch Darstellung, sondern durch Abdruck. Es ist weniger Konstruktion als vielmehr Resultat eines physischen Vorgangs. Die sichtbaren Formen verweisen auf eine reale Berührung, auf ein einmaliges Ereignis zwischen Material und Träger.
Charakteristisch ist die Offenheit der Bildstruktur. Die Abdrücke erscheinen fragmentarisch, oft isoliert im Raum des Papiers, ergänzt durch zeichnerische oder farbige Setzungen. Diese Eingriffe wirken nicht illustrativ, sondern reagieren auf die Spur, verstärken oder konterkarieren sie.
In dieser Werkgruppe gewinnt das Bild eine indexikalische Qualität: Es fungiert als unmittelbare Spur eines Geschehens. Krautgasser nähert sich damit einer Bildauffassung an, die nicht mehr auf Repräsentation zielt, sondern auf die Sichtbarmachung von Kontakt, Prozess und Gegenwart.
Charakteristisch ist die Offenheit der Bildstruktur. Die Abdrücke erscheinen fragmentarisch, oft isoliert im Raum des Papiers, ergänzt durch zeichnerische oder farbige Setzungen. Diese Eingriffe wirken nicht illustrativ, sondern reagieren auf die Spur, verstärken oder konterkarieren sie.
In dieser Werkgruppe gewinnt das Bild eine indexikalische Qualität: Es fungiert als unmittelbare Spur eines Geschehens. Krautgasser nähert sich damit einer Bildauffassung an, die nicht mehr auf Repräsentation zielt, sondern auf die Sichtbarmachung von Kontakt, Prozess und Gegenwart.



